EfA1: Elektroauto für Anfänger -Teil 1

Ihr interessiert euch für Elektroautos und denkt vielleicht sogar daran, euch eins anzuschaffen? Gute Idee! Aber worauf muss man achten und was kommt da auf einen zu? Welche Vorteile kann das haben, welche Nachteile muss man in Kauf nehmen?

Wir hatten drei Jahre und 50.000km Zeit, die Antworten auf diese Fragen zu finden und geben diese gerne weiter…

Dies ist der erste Teil einer Serie. Wie viele Teile das zum Schluss werden, wird sich zeigen. Genug zu schreiben gibt es auf jeden Fall.

Der kleine Unterschied

Zunächst einmal sei gesagt: Das Elektroauto ist anders. Okay, die meisten haben vier Räder und ein bisschen Blech, wie alle anderen Autos auch. Und wer schon mal ein einem modernen Auto gesessen hat, dürfte auch erstmal keinen Unterschied bemerken (jedenfalls bis zum Losfahren).

Dennoch sind die Unterschiede gravierend. Allgemein bekannt sein dürften zwei Dinge:

  1. Elektroautos sind teuer
  2. Elektroautos haben eine geringe Reichweite

Wer sich hingegen mit der Materie schon ein bisschen beschäftigt hat und/oder schon eins gefahren ist, weiß:

  1. Elektroauto fahren macht Spass
  2. Elektroautos sind sehr günstig im Unterhalt
  3. Reichweite ist nicht alles
  4. Einmal Elektroauto, immer Elektroauto

Zunächst einmal stellt sich die Frage, warum man sich ein Auto anschaffen sollte, das teuerer ist und nicht so weit kommt wie ein konventionelles. Darüber kann man stundenlang referieren mit Themen wie „durchschnittliche tägliche Fahrleistung“, „Fahrspaß“ oder auch „Umweltverträglichkeit“.

Machen wir hier aber nicht. Jedenfalls noch nicht. Denn eins muss vor allem anderen gesagt werden: Macht zuallererst eine Probefahrt!!!

Warum? Die Antwort ist ganz einfach: Weil man nicht erklären kann, wie das elektrische Fahren ist. Nicht mit einem Blog, nicht mit Worten und schon gar nicht mit irgendwelchen Zahlen, Daten oder Fakten.

Das ist ungefähr so, wie der Versuch, jemandem zu erklären, wie es ist, an einem schönen Sommertag auf einer Wiese zu liegen. Richtig. Das kann man nicht erklären, das muss man erlebt haben. Aber wenn man es dann mal erlebt hat, will man es immer wieder haben. Und genau so ist es mit dem elektrischen Fahren. Nur ohne Ameisen.

Das erste Mal elektrisch

Also eine Probefahrt. Klingt gut und einfach. Das sollte sich einrichten lassen und dafür gibt es generell zwei Möglichkeiten: Ins Autohaus gehen oder Kontakt zu einem E-Fahrer aufbauen. Auf den ersten Blick erscheint das Autohaus einfacher sein und so haben wir das damals auch gemacht.

Also ab zum nächsten Glaspalast mit dem Hochglanzblech und den hochmotivierten Verkäufern erklärt, dass man gern mal ein Elektroauto probefahren möchte… und da wartet dann schon der erste Frust.

In neun von zehn Fällen werdet ihr nämlich das Autohaus verlassen, ohne eine Probefahrt gemacht zu haben. Bestenfalls mit dem Hinweis, bei welchem Autohaus in der Umgebung ihr das machen könnt. Schlimmstenfalls habt ihr allerlei Horrorgeschichten gehört und seid eingehend darüber belehrt worden, dass das mit den Elektroautos eh nicht funktioniert und der neue GTI doch so viel besser ist.

Warum das so ist? Einerseits, weil die wenigsten Autoverkäufer ernstzunehmende eigene Erfahrungen mit Elektroautos haben. Ausnahmen bestätigen wie üblich die Regel, aber erfahrungsgemäß werden viele Fragen nicht, nicht ausreichend oder auch schlichtweg falsch beantwortet. Das wird sich in nächster Zeit sicher ändern, aber im Moment ist es leider noch so.
Andererseits sind die Provisionen für Elektroautos auch deutlich geringer als für konventionelle Fahrzeuge. Das dürfte auch so einiges erklären…

Daher ist die bessere Strategie, Kontakt zu jemandem zu suchen, der schon ein E-Auto fährt. Das klingt deutlich schwieriger als es ist. Der erste Schritt dazu ist schließlich schon gemacht: Du bist auf diesem Blog gelandet!

Die Vorteile der privaten Probefahrt sind schnell erklärt. Einerseits erhält man Informationen von „Insidern“ und andererseits will euch hier niemand etwas verkaufen, es gibt also (relativ) objektive Informationen. Darüber hinaus hat man einen Beifahrer, der einem die Besonderheiten der Technik erklären kann: Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation), Laden, Reichweite, usw.

Aber wer würde denn einfach sein E-Auto für eine Probefahrt zur Verfügung stellen? Hier ist die Antwort endlich mal einfach: Überraschend viele.
Fragt einfach mal bei Facebook in den einschlägigen Gruppen nach oder guckt mal im Forum „goingelectric.de“ vorbei. Vielleicht sprecht ihr auch jemanden an der Ladesäule an, das kann ganz interessant werden. Oder fragt im Freundeskreis, mittlerweile kennt jeder jemanden, der jemanden mit einem E-Auto kennt…

Wenn ihr dann euer „erstes Mal“ hinter euch habt, werdet ihr vermutlich verstehen, worum es in diesem Artikel ging 😉

Im nächsten Artikel geht’s dann um die Fragen, die jeder Interessierte als erstes stellt: Reichweite und Ladedauer.

Viele Grüße und immer ein paar Kilo Watt im Akku!

Eure Elektrofamilie

Ein Kommentar zu „EfA1: Elektroauto für Anfänger -Teil 1

  1. Genau so ist es!!! Ich habe damals meine E-Auto Probefahrt bei Tesla machen dürfen und wurde da mit dem E-Auto Virus infiziert. Seit dem bekomme ich das Thema Elektro Auto nicht mehr weg gedacht. Ich bin immer mal wieder bei Tesla gelandet, habe mich dann aber für den Hyundai Kona electric entschieden, den ich im Februar abholen werde.
    Freu mich schon drauf endlich elektrisch zu fahren.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s