Noch 5 Tage Verbrenner

…oder: Das Familien-Leben ohne Verbrenner.

Ende Dezember 2018. Ganz Deutschland liegt faul auf der Couch und verdaut den Weihnachtsbraten. Hier und da werden Böller und Raketen gekauft, um das neue Jahr gebührend empfangen zu können.

Und was machen wir? Wir putzen unseren schönen Passat Kombi, um ihn in den (vorübergehenden?) Ruhestand schicken zu können. Warum? Weil wir uns entschieden haben, auch unseren „Zweitwagen“ durch ein Elektroauto zu ersetzen.

Wir? Wer sind wir eigentlich? Eine an sich halbwegs durchschnittliche Familie: Mama Nadine, Papa Martin, Tochter Amelie (5), Sohn Frederik (4) und natürlich der Chef der Familie: Der Kater.

Wir wohnen im schönen Rommerskirchen, das liegt so grob zwischen Köln und Düsseldorf. Soll heißen, hier kann man sowohl Kölsch als auch Alt trinken, ohne gleich schief angeguckt zu werden. Na, außer von Bayern vielleicht 😉

Wie die meisten „Dörfler“ haben auch wir zwei Autos: Der ÖPNV hier ist wie fast überall nur mit viel Enthusiasmus und gutem Willen nutzbar. Während der Rushhour fährt hier stündlich ein Bus, sonntags dafür gar nicht.

Der elektrische Zweitwagen

Vor gut drei Jahren hatten wir uns schon entschlossen, ein Elektroauto als Zweitwagen anzuschaffen. Es wurde ein damals zwei Jahre alter Renault ZOE mit 12.000km auf der Uhr. Die Reichweite beträgt etwa 120km, geladen werden kann mit Drehstrom in etwa einer Stunde (wenn‘s mal schnell gehen muss).

Recht schnell stellte sich aber heraus, dass wir uns keinen „Zweitwagen“ angeschafft hatten, sondern ein neues Hauptauto. Den Kombi wollte bald keiner mehr fahren und so durfte der nur noch zu drei Anlässen raus:

  1. Strecke weiter als 100km
  2. Urlaub mit dem Wohnwagen
  3. Die Zoe ist unterwegs

Wie man sich denken kann, war der 3. Grund der häufigste um mit dem Diesel zu fahren… und mit der Zoe haben wir seitdem etwa 18.000km pro Jahr zurückgelegt!

 Aber warum fahren wir eigentlich so viel mit dem Elektroauto? Ganz einfach: Weil es Spaß macht. Weil es entspannter ist. Weil es billiger ist. Und ja, ein bisschen auch, weil es umweltfreundlicher ist. Und natürlich, weil die meisten täglichen Strecken deutlich unter 100km lang sind.

Und genau deshalb putzen wir jetzt unseren 2012er Passat Kombi 2.0 TDI (genau! Der mit dem Stinkediesel!). Denn am 03. Januar 2019 endet für uns (hoffentlich endgültig) das Kapitel mit Hubraum, Turbo und Auspuff. Wir bekommen einen Hyundai Kona Elektro. Ein kleines Elektro-SUV mit 449km Reichweite (nach offizieller Angabe jedenfalls).

Haben wir Angst vor der Umstellung? Nein. Angst nicht wirklich. In den letzten drei Jahren hatten wir genügend Gelegenheit, uns mit den Vor- und Nachteilen eines Elektroautos auseinanderzusetzen. Allein die Langstrecke haben wir noch nicht kennengelernt. Aber auch das sollte keine wesentlichen Probleme darstellen.

Respekt trifft es schon eher. Aber eigentlich nicht vor der elektrospezifischen Geschichte, sondern eher vor der Größe des Kofferraums. Passat Kombi vs. Klein-SUV… na das wird noch lustig werden.

Der elektrische Alltag

Die weiteste Strecke, die wir so halbwegs regelmäßig fahren, ist so ziemlich das Längste, was man in Deutschland horizontal zurücklegen kann: Von NRW-West nach Sachsen-Ost. Da wohnen nämlich Oma und Opa. Und wie es sich so gehört, wollen die auch ab und zu mal besucht werden.

670km… erstmal eine Ansage. Gerade vorgestern sind wir die gefahren. Mit dem Diesel. Reichweite bei 130km/h deutlich über 1.000km. Notwendige Stopps: Keine. Ähm. Theoretisch jedenfalls. Wer schon mal mit kleinen Kindern gereist ist, kennt das. „Muss Pipi“, „Hab Hunger“, usw. Also geht das ohnehin nicht in einem Rutsch durch.

Da wir uns jetzt auf diese Route mit dem Elektroauto vorbereiten wollten, haben wir uns den Spaß gemacht und haben die Ladestationen auf der Strecke angefahren, die wir vermutlich dann benutzen werden. So viel Vorweg: Es gibt genug Schnellladesäulen auf der Strecke. Das wird wohl keine wesentliche Herausforderung werden. Genau wissen wir das dann zu Karneval/Fasching. Da fahren wir wieder rüber.

So, das war es jetzt erstmal. Im Januar geht’s dann nach Landsberg am Lech zum Autohaus Sangl. Da wartet der Kona schon auf uns. Und gleich die erste Langstrecke: Knapp 600km bis nach Hause…

Aber das ist dann das Thema für den nächsten Blogbeitrag 😉

Bis dahin viel Spass, einen guten Rutsch und immer ein paar Kilo Watt im Akku!

    Eure Elektro-Familie

P.S.: Wer einen klasse Passat für etwa ein Jahr übernehmen will, darf sich gern mal melden 😎

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